Lühnde – TuSpo I 3:2

TuS Lühnde – TuSpo Lamspringe I 3:2 (1:2)

Am Mittwoch gastierten wir beim heimstarken Aufsteiger TuS Lühnde. Im Vergleich zum Hinspiel, das aufgrund der merkwürdigen Spielplangestaltung bereits vor zweieinhalb Wochen stattfand, mussten wir personell auf einige Stammkräfte verzichten. Trainer Michael Menge musste seine Elf auf sechs Positionen umbauen.

Im Spiel erwischten die Gastgeber tatsächlich den besseren Start, scheiterten zunächst am Außenpfosten (12.) und wenig später an unserem Torwart Joel „Vitali“ Golovaty (16.). Mit der ersten gefährlichen Offensivaktion gingen wir dann in Führung. In einen scharf getretenen Freistoß von Drazen Ivankovic lief Tizian März perfekt ein und vollendete zum 0:1 (21.). Die Gastgeber zeigten sich wenig beeindruckt und hielten an ihrem Spiel fest, setzten weiterhin auf lange Bälle in die Spitze. Lühndes Stürmer Normen Wilsch verwertete einen dieser langen Bälle in der 26. Minute zum Ausgleich. Blöd für uns, dass Wilsch klar im Abseits stand. Als Tizian März uns nach 35. Minuten mit einem traumhaften Freistoß wieder in Führung brachte, schien die blau-Weiße Welt wieder in Ordnung.

Nach der Pause kam dann jedoch das bittere Erwachen, als der Schiedsrichter (zurecht) auf Elfmeter für die Gastgeber entschied. Golovaty war in der richtigen Ecke, doch an den präzisen Schuss von Felix Henning kam er nicht mehr heran (48.). In den folgenden 15 Minuten vergaben März, Ivankovic und Feuerhahn gleich mehrmals aus aussichtsreichen Positionen vor dem gegnerischen Tor. In einer immer hektischer werdenden Schlussphase gelang den Gastgebern letztlich der nicht unverdiente Siegtreffer, als Lucas Gehrke aus Nahdistanz nur noch einschieben musste (89.). Die bitterste Szene spielte sich dann in der Nachspielzeit ab, als März am Boden liegend bei einer unschönen Aktion seines Gegenspielers (um das Wort Tätlichkeit zu vermeiden) im Gesicht getroffen wurde und mit einer Platzwunde über dem rechten Auge zunächst ausgewechselt und spät in der Nacht mit mehreren Stichen genäht werden musste. Die Leistung des Schiedsrichters passte sich unserem Defensivverhalten nahtlos an, so gab es statt Platzverweis nur Gelb. Ein unschöner Schlusspunkt unter einem ansonsten rassigen, kampfbetonten und spannenden Kreisligaspiel.

Abgesehen vom Sportlichen herrscht bei uns weiterhin Kopfschütteln über die Ansetzung des weitesten Auswärtsspiels der Saison auf einem Mittwochabend um 18:30 Uhr, bei einem Verein, der kein Flutlicht hat.

Weiter geht’s am heutigen Freitag mit dem Auswärtsspiel unserer Altherren bei der SG Rössing/Barnten, Anstoß ist um 19:45 Uhr. Am Sonntag gastiert unsere Zweite um 13 Uhr beim SV Mehle II, während unsere Erste um 15 Uhr beim Bezirksliga-Absteiger VfL Nordstemmen gefordert ist.